Naturkosmetik im Test

Naturkosmetik: Fast jedes Produkt wird in einer zertifizierten Variante angeboten

Es ist für jeden möglich, seine Körperpflege von Kopf bis Fuß mit Naturkosmetik durchzuführen, denn von der Allzweckcremes bis hin zur Wimperntusche bieten die Hersteller fast jedes Produkt in der zertifizierten Variante an. Immer wieder müssen sich die natürlichen Kosmetika einem Test unterziehen, in denen aufgezeigt, wie gut oder auch wie schlecht die einzelnen Produkte sind und auch ob sich diese überhaupt als Naturkosmetika bezeichnen dürfen.

Bereits seit vielen tausenden Jahren pflegen die Menschen ihre Haut um diese vor der Austrocknung zu schützen, die durch Kälte oder Hitze droht und selbst Ungeziefer hielten unsere Vorfahren fern. All das war traditionell nur möglich mit einem Öl das sie aus Pflanzen oder Tieren gewannen. Im alten Ägypten pflegten die Menschen bereits ihre Zähne und das bereits vor dem Bau der Pyramiden. Für die Zahnpflege kamen beispielsweise Kräuter und Gewürze mit Erde, Wachse und Salzen zum Einsatz, die mit Hilfe von Holzzweigen aufgetragen wurden.
Es gab viele neue Ansätze im Mittelalter und so wurden die ersten Seifen bereits vor rund 1500 Jahren gesiedet und es wurden auch Tinkturen und Parfüms hergestellt. Doch das große Problem war, dass die Menschen damals noch nicht wussten, wie sie ihre Pflegeprodukte haltbar machen konnten.

Was ist das Besondere an natürlicher Kosmetik?

Erst vor 100 Jahren wurden die Stoffe entdeckt, die eine Haltbarkeitmachung ermöglichten Dabei handelte es sich um die synthetisch hergestellten Stoffe wie Paraffin und Petrolatum. Diese waren einfach zu handhaben und kostengünstig sowie in großen Mengen verfügbar Allerdings wurde nicht überprüft welche Nachteile die Haut durch diese Stoffe erfährt, denn die Vorteile, die sich auf der Haut bemerkbar machten überwiegen.

Mit dem Thema Natürlichkeit befassten sich die Menschen erst wieder in den 1960-iger Jahren. Hier entwickelte sich dann ein kleiner Markt, der allerdings sehr stark eingegrenzt war, da die natürlichen Rohstoffe noch nicht weiter entwickelt waren. Die natürliche Kosmetik, wie sie heute bekannt ist, hat einen langen und beschwerlichen Weg hinter sich, doch heute ist die Naturkosmetik ein echtes “High-Tech-Produkt“ und es stehen viele interessante Rohstoffe zur Verfügung, die sich hinter der konventionellen Kosmetik nicht verstecken müssen Aber dennoch ist es auch noch heute schwierig, ein hervorragendes Produkt auf einer natürlichen Basis herzustellen, als eben auf der konventionellen Schiene. Der Grund ist, dass die Ausgangsrohstoffe sich stetig verändern.
Doch der große Vorteil gegenüber der konventionellen Kosmetika sind die einzelnen Bestandteile der natürlichen Pflege- und Kosmetikprodukte.Die natürlichen Rohstoffe die verwendet werden, verfügen über eine Vielzahl von Wirkstoffen, die in ihrer natürlichen Form erhalten bleiben. Das bedeutet, dass die Wirkstoffe stets in einem natürlichen Verbund in der Kosmetik enthalten sind und nicht als Monostoff wie in der konventionellen Kosmetik. Dadurch entfalten und wirken die einzelnen Wirkstoffe harmonischer und gleichmäßiger Es gibt beispielsweise natürliche Rohstoffe, die in der Lage sind Feuchtigkeit zu spenden, die eine Anti-Aging Wirkung entfalten oder einfach verhindern, dass die Haut austrocknet.

Natürliche Kosmetik im Test – was taugt sie wirklich?

Die Verkaufszahlen belegen es: natürliche Kosmetik liegen voll im Trend. Doch ist in diesen Naturprodukten auch tatsächlich Natur drin? Denn im Test zeigt sich, dass die Herstellung der konventionellen und natürlichen Kosmetika sich kaum noch unterscheidet. Wer die Produkte voneinander unterscheiden möchte, der kann das an dem Prüfsiegel “kontrollierte Naturkosmetik“ tun. Bei diesen Kosmetik- und Pflegeprodukten werden ausschließlich pflanzliche Fette, Öle, Kräuterextrakte und Wachse genutzt, die aus kontrollierten Anbau stammen oder sogar wild gesammelt wurden. Eben das ist besonders für einen Allergiker wichtig zu wissen.

Zudem verzichten die Hersteller der natürlichen Kosmetik auf Tierversuche und auch zum größten Teil auf synthetische Inhaltsstoffe. Zudem ist auch die Herstellung wesentlich sanfter. Um die Frage zu klären, ob die natürlichen Pflegeprodukte und Kosmetika tatsächlich was taugen, muss ausgesagt werden, dass das auf jedes einzelne Produkt ankommt. Doch die Hautlotionen, Hautgels und Cremes wirken alle ebenso gut wie die konventionellen Produkte. Zudem gibt es sogar Kosmetik wie Wimperntusche, kussechten Lippenstift und Deos, die den “normalen“ Produkten in nichts nachstehen.
Im Test beweisen sich immer wieder die großen Namen wie Wleda, Dr. Hauschka, Annemarie Börlind und die Marke Speick. Erwähnenswert ist, dass die natürlichen Pflegeprodukte und Kosmetika oftmals nicht teurer sind, als die herkömmlichen Produkte, wobei die Kennzeichnung keinesfalls einheitlich ist. Natürliche Kosmetik ist neben dem Siegel bereits genannten Siegel auch mit den Siegeln “New ehtiks“, “demeter“ und “Naturland“ ausgezeichnet.

Testsieger: Marke Speick

Im Test der Naturkosmetikhersteller ging das Familienunternehmen als Testsieger hervor. Das Unternehmen das bereits 1928 als “Feinseifenwerk Walter Rau” gegründet wurde, wird bereits in dritter Generation geführt Der Testsieger Speick nutzt für die Produktion seiner Produkte nur Rohstoffe aus biologischen Anbau sowie ätherische Öle, natürliche Duftstoffe und verzichtet vollständig auf Rohstoffe die auf der Basis von Mineralöl bestehen oder aus Tierversuchen stammen. Zudem werden alle Produkte der natürlichen Produkte aus dem Hause Speick natürlich konserviert. Die verwendeten Pflanzenextrakte stemmen alle aus eigener Herstellung und zudem versucht der Hersteller auch, zum größten Teil mit Partnern aus der Region zusammenzuarbeiten – eben durch all diese Punkte zeichnet sich ein Testsieger aus.

Das Sortiment der Marke Speick reicht von der klassischen Naturpflege für “Ihn” und “Sie” bis in zur Thermalkosmetik. Das Label vom Testsieger Speick ist “Tautropfen” und beinhaltet Pflegecremes, Hautpflegeprodukte und Aufbaukuren. Die Naturkosmetik des Familienunternehmens ist in den Regalen von Reformhäusern und Bioläden zu finden.

Die Vorteile

Die Vorteile der Naturkosmetik liegen klar auf der Hand: sie sind wesentlich schonender zur Haut, denn die Inhaltsstoffe sind natürlicher Herkunft. Bei den Inhaltsstoffen dieser Produkte handelt e sich um pflanzliche Auszüge oder Extrakte sowie natürliche Öle, Wachse oder pflanzliche und tierische Fette.
Bei der Herstellung der natürlichen Kosmetik wird vollkommen auf die Nutzung von Paraffin verzichtet, denn diese bringen gewisse Nachteile mit sich. Denn sie schädigen die Haut und die Folgen können sein: Mitesser, Reizungen und Akne beispielsweise. Oftmals werden auch Bienenwachs, Olivenöl oder Sheabutter verarbeitet, die ein Austrocknen der Haut auf ein ganz besondere Art und Weise verhindern.</p>